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Hortensia Gastspiele

«HORTENSIA UNLIMITED» im Theater am Gleis, Winterthur

Eine multimedial-musikalische Femmage an die erste Universal-Gelehrte Graubündens

Weshalb suchen wir in unseren Geschichtsbühern vergeblich nach Hortensia Gugelberg von Moos geborene von Salis (1659–1715)? 

Als Heilkundige, Gelehrte, Mäzenin und Autorin (sie veröffentlichte als erste Frau im deutschsprachigen Raum einen Roman!) weit über die Landesgrenzen hinaus hochgeschätzt, stand Hortensia in Korrespondenz mit den geistigen Grössen ihrer Epoche. 

Umso erstaunlicher, dass sie, die sich, ihrer Zeit weit voraus, visionär für die Rechte der Frau auf Freiheit und Bildung einsetzte, in Vergessenheit geraten ist. Corin Curschellas, Nicole Knuth, Andrea Brunner, Asa Stina Hendry und Lisa Laser erwecken Hortensias Werk und Biografie zu neuem Leben. Verwoben mit Live-Musik, Visuals, Soundscapes und in Verknüpfung mit einem fiktiven Erzählstrang, kollidiert Vergangenes mit den grossen Fragen der Gegenwart.

 

Mit Corin Curschellas (Live-Musik / Schauspiel), Nicole Knuth (Schauspiel), Asa Stina Hendry (Schauspiel), 

Andrea Brunner (Live-Musik), Lisa Laser (Live-Visuals)

 

Regie Shir Freibach 

Künstlerische Leitung, Komposition Corin Curschellas 

Dramaturgie & Autorenschaft Shir Freibach & Julian M. Grünthal

Weitere Autorinnen Ruth Schweikert, Corin Curtschellas, Asa Stina Hendry, Nicole Knuth & Original-Texten von Hortensia Gugelberg von Moos 

Produktionsleitung, Tour Roland Amrein 

Technische Leitung,Licht Pina Schläpfer 

Kostüm, Requisiten Aurelia Buchli 

Szenographie, Bühnenbau Elia Aubry, Loris Aregger 

Komposition Soundscapes Andrea Brunner

 

Regieassistenz Bernadette Bissig

Fotos Momir Čavić, Trailers Avi Sliman 

Oeil Extérieur Gabi Mojzes 

Sprech-Coaching Ursina Trautmann

Arrangement ’How are we fallen’ Bálint Dobozi 

Wissenschaftliche Mitarbeit Martina Mutzner 

Naturwissenschaftliche Mitarbeit Thomas Gamma 

Konzeptuelle Text-Mitarbeit Donat Blum 

Konzept Maske Annina Schmid

 

Produktion: Curschellas&Co-Productions

Koproduktion: Theater Chur 

 

Project is inspired-by-uccelin.art

 

Kurzfilme «Flugianerinnen»

Film 1 (9 Minuten) Anna-Lydia Florin 

Film 2 (17 Minuten) Nicolas Frey

Flugianerinnen Maimouna Bah, Angela Stöcklin, Momo Tanner, Kuan-Ling Tsai, Sandra Zurfluh  

Regie / Konzept Anna-Lydia Florin 

Choreographie/ Konzept Salomé Schneebeli 

Kamera 1 Silvan Hillmann 

Kamera 2 / Special Effects Nicolas Frey 

Flugaufnahmen Urs Mattle  

Kostüm / Maske Aurelia Buchli 

Soundtrack Film 2 DJ ILL VIBE  Berlin (Vincent von Schlippenbach)

Crew Daniela Frey, Sepp Nusko, Rolf, Jack & Paolo 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Stadt Chur / SWISSLOS/Kulturförderung, Kanton Graubünden / Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung / MIGROS-KULTURPROZENT / ERNST GÖHNER STIFTUNG / Stiftung Corymbo / LANDIS & GYR STIFTUNG / Graubündner Kantonalbank / Stiftung Stavros S. Niarchos, Chur / BONER STIFTUNG FUER KUNST UND KULTUR / Schweizerische Interpretenstiftung SIS / walter haefner stiftung / Stiftung Dr. Valentin Malamoud / Bürgergemeinde Chur / Gemeinde Fläsch und Frauenkulturarchiv Graubünden (Stand: 18.5.19)

 

Walter Lietha, Historiker und Liedermacher zur Bedeutung von Hortensia über Graubünden hinaus:

Die Bedeutung der Hortensia Gugelberg von Moos geborene von Salis (1659-1715), als Vorläuferin der Aufklärung im Europa des 17./ 18. Jarhunderts, wurde bislang wenig gewürdigt. Dabei hat diese mutige Gelehrte, im Geiste der altrömischen Rednerin Hortensia, die Rechte der Frau unmissverständlich in ihren literarischen Werken eingefordert und sollte als Voräuferin des Feminismus endlich eine entsprechende Anerkennung erfahren!

Diese ausserodentliche Frau, aus dem altem Bündner Adelsgeschlecht von Salis-Soglio, war Heilkundige, Aerztin und Pharmazeutin, Forscherin, Geistes- und Naturwissenschaftlerin. Ihre Bedeutung als weibliche Geistesgrösse ihrer Epoche in der Kulturgeschichte Europas ist markant. Obschon sie grosse Anerkennung im Austausch mit den Grossen ihrer Zeit erfuhr, unter anderen mit der Königin Anna von England, wurde sie von den späteren Geschichtsschreibern übersehen oder marginalisiert. 

Eine Rehabilitation stand bisher, bis auf wenige kleine Hinweise, aus. Dabei ruft diese bedeutende Bündnerin geradezu nach historischer und literarischer Würdigung. Corin Curschellas öffnet nun verdienstvoll den Blick mit ihrem theatralischen Stück "Hortensia" auf diese hervorragende aber vergessene Persönlichkeit.

Webseite Theater am Gleis

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